25.02.2017 Samstag  Kettensägenlehrgang

Feuerwehr schult Wasserretter

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Auf den ersten Blick klingt es merkwürdig, wenn Wasserretter im Umgang mit einer Kettensäge geschult werden. Nach 2014 stand nun zum zweiten Mal die Ausbildung für die Arbeit mit der Motorsäge auf dem Programm der Uchter Feuerwehr Ausbilder. Verena Hildebrandt und Florian Schiltmeier von der DLRG Uchte hatten neben 2 Mitgliedern der DLRG Rehburg-Loccum die Möglichkeit, gemeinsam mit 17 Feuerwehrkräften den sicheren Umgang für die Bewältigung des Einsatzspektrums der ehrenamtlichen Helfer in Theorie und Praxis zu erlernen.

Die Arbeit der örtlichen Retter ist vielseitig. So wird bei Einsätzen der Feuerwehrleute z.B. bei klassischen Sturmlagen die Motorsäge gebraucht, aber auch die DLRG musste bei der Bergung von Treibholz während des Hochwassereinsatzes Gebrauch hiervon machen. Nach der Motorsägen-Ausbildung dürfen nun weitere Einsatzkräfte mit der Motorsäge im Ernstfall arbeiten.

Die Ausbildung wurde von Bernd Kammann geplant und organisiert. Sie umfasste das Modul 1 (Grundkenntnisse) und Modul 2 (Sägen am liegenden Holz, einschließlich der Bearbeitung von Holz in Spannung) nach „Ausbildung - Arbeiten mit der Motorsäge“ (GUV-I 8624). Im Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr Uchte fand ein an einem langen Abend der theoretische Teil statt. Hierbei ging es um die Themen „Körperliche Eignung für Arbeiten mit der Kettensäge“, „Fachliche Eignung für Arbeiten mit der Kettensäge“, „Rechtlichte Rahmenbedingungen“ und „Persönliche Schutzausrüstung“. „Voraussetzung für deren Einsatz sind körperlich und fachlich geeignete Motorsägenführer, die die für den Motorsägeneinsatz erforderlichen persönlichen Schutzausrüstungen benutzen“. Die fachliche Eignung umfasst Kenntnisse über Funktion und Arbeitsweise der Motorsäge, praktische Übungen unter Anleitung Fachkundiger, Kenntnisse über Unfallgefahren und Sicherheitsbestimmungen. Für Motorsägearbeiten ist die persönliche Schutzausrüstung durch spezielle Schutzausrüstungen zu ergänzen: Gesichtsschutz, Gehörschutz, Hosen mit geprüften Schnittschutzeinlagen oder Beinlinge, Handschuhe. Des Weiteren ging es für die Teilnehmer um die geltenden einschlägigen Gesetze, Verordnungen, Unfallverhütungsvorschriften und Regeln. Schließlich mussten grundlegende Kenntnisse zum Umgang mit der Motorsäge vermittelt werden. Von Aufbau und Funktion über Sicherheitseinrichtungen (wie Kettenfang, Gashebelsperre und Krallenanschlag, von der Motorsäge ausgehenden Gefahren bis Transport.

Beim praktischen Teil der Ausbildung wurden die Fertigkeiten wie Schärfen der Sägeketten, einschließlich Zahngeometrie, Nachsetzen des Schnitttiefenbegrenzers, Durchführung des Kettenwechsels und Einstellung der Kettenspannung, Betanken der Säge und Starttechniken vermittelt. Zur Pflege und Wartung bekamen die Teilnehmer dabei einen „Einblick in das Know-How der Profis“. Anschließend ging es für jeden Teilnehmer darum das Gelernte in der Praxis einzusetzen, das heißt einen Baum zu fällen und dann beim liegenden Holz um Handhabung und Umgang. Die Ausbilder verdeutlichten die in der Theorie kennengelernten Schnitttechniken, wie Fällschnitt, Stechschnitt, Entlastungsschnitt, und Reaktionen der Säge bei ein- und auslaufender Kette. Zudem mussten sie Zug- und Druckseite bei unter Spannung stehendem Holz bestimmen. Auf eventuelle Spannungen im Holz wurde von den erfahrenen Motorsägenführern ein gegangen und auf sicheren Stand, Ordnung im Arbeitsbereich und restliche Grundregeln beim Motorsägeneinsatz hingewiesen.

Kategorie(n)
Ausbildung & Lehrgänge

Von: Volker Barg

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