15.02.2014 Samstag  Ausbildung im Umgang mit der Kettensäge

Wasserretter nehmen an Lehrgang der Feuerwehr teil

Ausbildung wird groß geschrieben in der Feuerwehr Uchte. Sie dient der Sicherheit der Einsatzkräfte und der Fortbildung, um bei den unterschiedlichsten Einsätzen erfolgreich und bestens helfen zu können. Zum ersten Mal stand in diesem Jahr auch die Ausbildung für die Arbeit mit der Motorsäge auf dem Programm. 5 Mitglieder der DLRG Uchte hatten nun die Möglichkeit zusammen mit 17 Feuerwehrkräften den sicheren Umgang für die Bewältigung des Einsatzspektrums der ehrenamtlichen Helfer in Theorie und Praxis zu erlernen.

Die Arbeit der örtlichen Retter ist vielseitig. So wird bei Einsätzen der Feuerwehrleute z.B. bei klassischen Sturmlagen die Motorsäge gebraucht, aber auch die DLRG musste bei der Bergung von Treibholz während des Hochwassereinsatzes Gebrauch hiervon machen. Nach der Motorsägen-Ausbildung dürfen nun weitere Einsatzkräfte mit der Motorsäge im Ernstfall arbeiten.

Die Ausbildung wurde von Henning Sauer geplant und organisiert. Sie umfasste das Modul 1 (Grundkenntnisse) und Modul 2 (Sägen am liegenden Holz, einschließlich der Bearbeitung von Holz in Spannung) nach „Ausbildung - Arbeiten mit der Motorsäge“ (GUV-I 8624). Zwei Abende ging es im Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr Uchte um den theoretischen Teil. Hierbei  ging es um die Themen „Körperliche Eignung für Arbeiten mit der Kettensäge“, „Fachliche Eignung für Arbeiten mit der Kettensäge“, „Rechtlichte Rahmenbedingungen“ und „Persönliche Schutzausrüstung“. „Voraussetzung für deren Einsatz sind körperlich und fachlich geeignete Motorsägenführer, die die für den Motorsägeneinsatz erforderlichen persönlichen Schutzausrüstungen benutzen“. Die fachliche Eignung umfasst Kenntnisse über Funktion und Arbeitsweise der Motorsäge, praktische Übungen unter Anleitung Fachkundiger, Kenntnisse über Unfallgefahren und Sicherheitsbestimmungen. Für Motorsägearbeiten ist die persönliche Schutzausrüstung durch spezielle Schutzausrüstungen zu ergänzen: Gesichtsschutz, Gehörschutz, Hosen mit geprüften Schnittschutzeinlagen oder Beinlinge, Handschuhe. Des Weiteren ging es für die Teilnehmer um die geltenden einschlägigen Gesetze, Verordnungen, Unfallverhütungsvorschriften und Regeln. Schließlich mussten grundlegende Kenntnisse zum Umgang mit der Motorsäge vermittelt werden. Von Aufbau und Funktion über Sicherheitseinrichtungen (wie Kettenfang, Gashebelsperre und Krallenanschlag, von der Motorsäge ausgehenden Gefahren bis Transport.

Für den praktischen Teil der Ausbildung konnte die Uchter Kameraden Bernd Kammann und Dennis Frödrich vom Bauhhof Uchte sowie Frank Mester von der Strassenmeisterei Uchte gewonnen werden. Als erstes wurden die praktischen Fertigkeiten wie Schärfen der Sägeketten, einschließlich Zahngeometrie, Nachsetzen des Schnitttiefenbegrenzers, Durchführung des Kettenwechsels und Einstellung der Kettenspannung, Betanken der Säge und Starttechniken vermittelt. Zur Pflege und Wartung bekamen die Teilnehmer dabei einen „Einblick in das Know-How der Profis“. Anschließend ging es für jeden Teilnehmer darum das Gelernte in der Praxis einzusetzen, das heißt einen Baum zu fällen und dann beim liegenden Holz um Handhabung und Umgang. Die Ausbilder verdeutlichten die in der Theorie kennengelernten Schnitttechniken, wie Fällschnitt, Stechschnitt, Entlastungsschnitt, und Reaktionen der Säge bei ein- und auslaufender Kette. Zudem mussten sie Zug- und Druckseite bei unter Spannung stehendem Holz bestimmen. Auf eventuelle Spannungen im Holz wurde von den erfahrenen Motorsägenführer ein gegangen und auf sicheren Stand, Ordnung im Arbeitsbereich und restliche Grundregeln beim Motorsägeneinsatz hingewiesen. Am Ende wurde der Einsatz des Mehrzweckzuges bei Sturmschäden erläutert und an einem Fallbeispiel abgearbeitet.

Kategorie(n)
Ausbildung & Lehrgänge

Von: uchte

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