13.09.2017 Mittwoch  Boote kentern in Drakenburg

Kanutour endet für 28 Schüler und 2 Lehrer teilweise in der Weser

Mit dem Alarmstichwort „DLRG Alle- Boot gekentert in Drakenburg“ wurden um 15:08 Uhr die Einsatzkräfte der DLRG  aus Uchte, Nienburg und Rehburg- Loccum an die Weser alarmiert. Schon bei der Anfahrt wurde aus dem Funkverkehr deutlich, dass sich die Lage vor Ort als sehr unklar darstellte. In ersten Meldungen war die Rede von vier Personen, welche sich an Netzen eines Aalfängers festhielten nachdem sie ins Wasser gefallen waren. Allerdings stellte sich vor Ort heraus, dass sich 28 Achtklässler und zwei Lehrer aus der Nähe von Detmold trotz des stürmischen Wetters zu einer geplanten Kanutour auf die Weser von Drakenburg nach Haßbergen begeben hatten. Sie waren in ihren Booten von starken Windböen des Sturmtiefs „Sebastian“ erfasst worden, einige waren gekentert, andere konnten sich trocken in ihren Booten ans Ufer retten. Allerdings wurde die Gruppe dabei so weit auseinander gerissen, dass nicht feststand ob und wieviele Personen vermisst waren.

Die bereits ausgerüsteten Taucher schlossen sich den Bootstrupps an und suchten von Haßbergen aus stromaufwärts nach Verunglückten und Kanus. Die DLRG Einsatzleitung aus Rehburg und der Uchter Einsatzwagen bezogen am Feuerwehrhaus in Drakenburg Stellung. Dies wurde als Sammelstelle vom Rettungsdienst eingerichtet. Nach und nach wurden die Schüler registriert und von Hilfskräften betreut, Decken der Ortsgruppe Uchte wärmten die nassen und unterkühlten Schüler.

Laut Pressmitteilungen hat die Polizei Strafverfahren gegen die Lehrer und den Bootsverleiher eingeleitet,  „Der Verdacht lautet auf fahrlässige Körperverletzung, weil die Kinder stark unterkühlt waren“, sagte Polizeisprecher Bergmann: „Der Bootsverleiher hätte durch sein Fachwissen unserer Einschätzung nach die Gefahr erkennen können. Und auch die Lehrer stehen im Verdacht, hier fahrlässig gehandelt zu haben, als sie die Tour mit den Kindern antraten.“

Die 25 Wasserretter sammelten sich anschließend in Haßbergen, verluden die Boote und machten sich auf nach Rehburg. Nicht ganz pünktlich wurden sie dort von Vertretern aus Verwaltung und Politik zur „offiziellen“ Indienststellung der kürzlich Beschafften Einsatzfahrzeuge erwartet. Das Uchter GW Tauchen hatte sich da allerdings ja schon in der Praxis bewährt.

Kategorie(n)
Einsatzwesen

Von: Volker Barg

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