01.11.2015 Sonntag  Auch Uchter DLRG-Helfer weiterhin im Einsatz für die Flüchtlingshilfe

Wasserretter helfen in Nienburger Behelfsunterkunft

In den vergangenen Wochen, seit dem der Landkreis Nienburg/W. eine Behelfsunterkunft eingerichtet hat, waren über 20 Einsatzkräfte der DLRG im Einsatz. Zur Unterstützung der Kameraden vom DRK haben die DLRG-Einsatzkräfte aus den örtlichen Gliederungen Uchte, Rehburg-Loccum und Nienburg bislang über 400 Dienststunden geleistet. Die Lebensretter haben sich zudem darauf eingestellt, dass ihr Einsatz in der Flüchtlingshilfe auch in den kommenden Tagen und Wochen unvermindert weitergehen wird. Waren die Helfer Anfangs in der Sporthalle der Berufsschule Nienburg zur Stelle, bringen Sie sich nun am neuen Standort der Behelfsunterkunft auf dem Kasernengelände der Nienburger Clausewitz Kaserne ein.

Die Aufgaben der Helfer in der Flüchtlingsunterkunft sind vielfältig. Bei Ankunft neuer Busse mit Schutzsuchenden aus Staaten des Nahen und Mittleren Ostens sind natürlich die meisten Helfer gefragt. In der Unterkunft wird eine Registratur durchgeführt, bei der auch die DLRG-Helfer unterstützt haben. Dies dient dem Nachweis, wie viele und ggf. auch welche Flüchtlinge in der Unterkunft angekommen sind und ist auch nur auf diese Unterkunft bezogen.

Alle Flüchtlinge haben nach der meist stundenlangen Busfahrt nach Nienburg in der Behelfsunterkunft eine Mahlzeit erhalten und wurden medizinisch Erstuntersucht. Bei dieser Untersuchung haben die rettungsdienstlich oder auch im pflegerischen Medizinsektor ausgebildeten DLRG-Helfer entsprechend ihrer Qualifikation mitgearbeitet.

Sehr viele der Schutzsuchenden sind bereits nach kurzer Zeit in der Nienburger Unterkunft weitergereist. Entweder um generell eine größere deutsche Stadt zu erreichen oder um zu bereits in Deutschland lebenden Verwandten zu gelangen. Viele hatten auch ein skandinavisches Land als Ziel angegeben und wollten ihre Reise dorthin nach einem kurzen Aufenthalt in Nienburg auf eigene Faust fortsetzen.

Die Hilfe der Einsatzkräfte für diese auf der Flucht befindlichen Menschen war oftmals ein prägendes Erlebnis. Diesen Menschen zu begegnen, die nur mit dem Nötigsten bei sich tausende Kilometer von Zuhause entfernt in einem unbekannten Land nach Ihrem Weg suchen, eröffnete auch für viele der DLRG-Helfer eine ganz neue und sehr persönliche Sichtweise auf die humanitäre Katastrophe, welche die meisten Bürger nur mit großer Distanz über die Medien wahrnehmen. Die Erfahrung aus erster Hand bestärkte bislang alle Einsatzkräfte nach Möglichkeit auch weiterhin für den fortwährenden Einsatz in der Flüchtlingshilfe zur Verfügung zu stehen.

An dieser Stelle gilt ein großes Dankeschön auch allen Arbeitgebern, die Ihre Mitarbeiter für den ehrenamtlichen Einsatz bei der DLRG freistellen. Die meisten der geleisteten Dienststunden haben die DLRG-Kräfte aber in Ihrer Freizeit geleistet. Mit einer noch größeren Bereitschaft zur Freistellung von ehrenamtlichen Einsatzkräften durch Ihre Arbeitgeber könnten diese Helfer entlastet werden und auch die letzten Lücken im Dienstplan in den Unterkünften geschlossen werden.

 

Kategorie(n)
Einsatzwesen

Von: Volker Barg

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