10.06.2013 Montag  Uchter DLRG-Kräfte eine Woche lang im Hochwassereinsatz

Die Mitglieder des Landeseinsatzzuges Süd

Auftrag: Treibgut von der Elbe um die empfindlichen Deiche vor Beschädigungen zu schützen

Sehen Sie hier weitere Bilder des Einsatzes

Im Rahmen des Hochwassers an der Elbe wurden am Montag alle verfügbaren DLRG-Helfer aus dem Landkreis Nienburg alarmiert um gemeinsam mit Kameraden aus dem benachbarten DLRG-Bezirk Weserbergland den Landes Einsatz Zug Süd der DLRG Niedersachsen personell und materiell zu verstärken. Das Ergebnis war eine 83 Helfer starke Einheit, die am Montagabend in einer 21 Fahrzeuge und 12 Boote umfassenden ca. 1,2 km langen Kolonne in Richtung Lüneburg aufgebrochen war.

Das erste Ziel war die Schlieffen-Kaserne, in der die Einsatzkräfte Quartier für die kommenden Tage beziehen konnten. In den Einsatz ging es dann gut ausgeruht am nächsten Morgen. Bereits seit Tagen fischten DLRG-Einsatzkräfte mit ihren Booten verschiedenste Arten von Treibgut aus der Elbe. Diese Aufgabe, die auch schon zum Schutz der Hochwassermauer bei Hitzacker mit Erfolg durchgeführt wurde, galt es nun von den 22 Kreisnienburger Kräften zusammen mit ihren Kameraden auch bei dem Ort Radegast in der Stadt Bleckede durchzuführen.

Besonders Bruchholz, das in Form von starken Ästen teils aber auch kompletten Baumstämmen den Deichen Schaden zufügen könnte, wurde mit den Einsatzbooten im Strom gesichert und in Richtung Land geschleppt. Dort angekommen, haben mit Leinen gesicherte Taucher oder Strömungsretter in Neopren-Kälteschutzanzügen die Fracht vom Boot abgekoppelt und an ein Tau angeschlagen, mit dessen Hilfe sie das teils mächtige Treibgut zusammen mit den übrigen DLRG-Helfern mittels purer Muskelkraft an Land auf eine betonierte Slipstelle gezogen haben. Der Deich konnte hier, dank dieser befestigten Einsatzstelle, durch die Arbeiten keinen gefährlichen Schaden nehmen. Die Helfer des in jeder Schicht eingeteilten DLRG-Gerätetrupps  zerkleinerten die Stämme mit der Kettensäge und luden das Holz in Wechselladermulden zum Abtransport. Auf diese Weise wurden in dem Elb-Abschnitt der Kreisnienburger Wasserretter schätzungsweise 200 Kubikmeter Treibgut gesichert und somit von den empfindlichen Deichen fern gehalten.

Die 83 Helfer des DLRG-Landeseinsatzzuges Süd wurden zur Bewältigung dieser Aufgabe in ein Dreischichtsystem eingeteilt. Nach neun Schichten zu je acht Stunden gab es am Freitagmorgen den Befehl zum Abrücken. Das in Deichnähe errichtete Camp wurde daraufhin abgebaut und alles Material wieder auf dem Gerätewagen Logistik der  DLRG Rehburg-Loccum verstaut. Gegen 17:00 Uhr waren die je zehn Helfer aus Nienburg und Rehburg-Loccum sowie die drei DLRG-Helfer aus Uchte wieder an ihren Unterkünften angekommen.

Der Katastrophenschutz-Einsatz in den niedersächsischen Hochwassergebieten im Landkreis Lüneburg war für einige unserer DLRG-Helfer der erste Einsatz dieser Art. Zwar sind in diesem Elbabschnitt die Schäden dank der haltenden Deiche nicht so gravierend wie z.B. in Sachsen-Anhalt, aber jeder Helfer konnte sich von der Macht der Naturgewalt Wasser ein eindrucksvolles Bild aus erster Hand machen. Diese Wassermassen vor der eigenen Haustür zu haben, machte natürlich auch die Einwohner des LK Lüneburg entlang der Elbe in hohem Maße besorgt. Für die Helfer war es stets eine große Freude und Motivation, die Anerkennung und den Dank einzelner Bürger bei diesem Hochwassereinsatz für ihre geleistete Arbeit zu erfahren. Auf diese Weise bestärkt, vergaßen die Helfer oft alle Strapazen der Arbeiten bei der Verteidigung der Deiche und stehen wohl auch in Zukunft für Hilfseinsätze dieser Art sehr gerne zur Verfügung. Denn auch wenn die erforderlichen Deichbaumaßnahmen zum Schutze der Bürger durchgeführt werden, wird es wohl immer engagierte Einsatzkräfte der DLRG und aller anderen Hilfsorganisationen geben müssen, um bei diesen großen Schadenslagen Hilfe leisten zu können.

Kategorie(n)
Einsatzwesen

Von: uchte

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