05.06.2016 Sonntag  DLRG wird erneut zu tödlichem Badeunfall gerufen

19 Jähriger stirbt im Heyesee bei Husum

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Eigentlich wollte der Uchter Rettungstaucher Holger Barg am Nachmittag in Lahde gemeinsam mit Kameraden der DLRG Ortsgruppe einen routinemäßigen Übungstauchgang machen, hieraus wurde dann allerdings ein Ernstfall. Um 15.49 Uhr wurden die Kräfte der Wasserretter aus dem Bezirk Nienburg unter dem Einsatzstichwort „DLRG Alle - Badeunfall, Husum Heye See“ alarmiert. Unverzüglich machte sich auch der Uchter auf den Weg an den See zwischen Rehburg und Husum. Vor Ort stellte sich die Lage so da: eine Gruppe von 14 rumänischen Gastarbeitern hatte an dem unbewachten See gebadet. Eine Person hatte die Gruppe verlassen und war auf einer Sandbank knapp 40 Meter weit in den See gegangen. Da das Wasser dann an der ehemaligen Baggerkante abrupt tiefer wurde, versank der Nichtschwimmer unter die Wasseroberfläche. Die DLRG setzte unmittelbar mehre Boote und Tauchtrupps ein, die den Vermissten auch gegen 16.36 Uhr fanden. Das schnelle Eingreifen der Rettungskräfte kam für den 19 Jährigen allerdings zu spät und der Notarzt konnte nur noch den Tod des jungen Mannes feststellen. Betrüb zeigten sich die Wasserretter von dem Verhalten vieler Schaulustiger, diese machten Fotos und ignorierten Anweisungen. Auch die Zufahrt gestaltete sich schwierig, denn trotz absolutem Parkverbot war der Weg komplett zugeparkt. Die DLRG weist im Zusammenhang, mit dem ebenfalls tödlichen Badeunfall am Hämelsee vergangener Woche, auf die nicht zu unterschätzenden Gefahren an unbeaufsichtigten Gewässern hin. Zudem sollte man sich jederzeit so verhalten, dass Anderen oder auch einem Selbst schnelle Hilfe zuteilwerden kann. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Kategorie(n)
Einsatzwesen

Von: Volker Barg

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